Bundesverband Micro-Living begrüßt neue Mitglieder

Einsatz für stabile Rahmenbedingungen soll verstärkt werden

Der Bundesverband Micro-Living e.V. freut sich über einen kontinuierlichen Mitgliederzuwachs. Zuletzt haben sich die Samsung Electronics GmbH sowie die Fachanwaltskanzlei GSK Stockmann dem Branchenverband angeschlossen. Dieser will sich, so Vorstandsvorsitzender Michael Vogt, weiterhin für stabile Rahmenbedingungen einsetzen, sodass perspektivisch mehr studentisches Wohnen und Serviced Appartements in Deutschland entstehen können.

„Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges, der Energiekrise und der Kostensteigerungen im Bausektor wirken sich auch auf unsere Branche aus“, so Vogt. „Damit das studentische Wohnen bezahlbar bleibt, sind wir insgesamt auf eine stärkere Zusammenarbeit der handelnden Akteure angewiesen.“ Im Fokus sieht der Verband dabei unter anderem die Kommunen. „Bei den Städten laufen viele Fäden zusammen. Sie entscheiden über die Vergabe von Grundstücken und nehmen über Vorgaben wie die Stellplatzsatzung direkten Einfluss auf die Rahmenbedingungen für das Bauen. Hier wünschen wir uns einen realistischeren Blick auf die Praxis. Es kann nicht sein, dass wir Tiefgaragen bauen, die von niemandem genutzt werden, weil Studenten kein eigenes Auto besitzen. Dadurch erhöhen sich die Erstellungskosten für ein Studentenwohnheim unnötig, was sich in der Folge in steigenden Mieten auswirkt.“

Begrüßenswert sei die Ankündigung, dass auch Studierende im Rahmen des dritten Entlastungspakets der Bundesregierung berücksichtigt werden sollen. Der BML sieht damit eine seiner Forderungen erfüllt. Insgesamt müssten aber die Bedingungen für das studentische Wohnen weiter verbessert werden, um ein größeres Angebot schaffen zu können, so Vogt. In diesem Sinne sollten beispielsweise bei der Flächenvergabe stärker soziale Fragen eine Rolle spielen. Mit dem gezielten Angebot von studentischem Wohnraum würden Wohnungen im klassischen Mietmarkt frei. Wenn Grundstücke jedoch zum Höchstpreis vergeben werden, hätten Anbieter von studentischem Wohnen oft das Nachsehen. Außerdem fordere der BML, dass die Universitätsstädte Grundstücke für Investoren auf Erbpacht-Basis zur Verfügung stellen. Damit könne der Mietpreis ebenfalls deutlich gesenkt werden.

„Unsere Mitglieder setzen sich intensiv mit den Bedürfnissen von Studierenden auseinander. Die Appartements in unseren Gebäuden sind auf diese Bedürfnisse ausgerichtet, die Flächen damit effizient genutzt. Wir wünschen uns deshalb eine stärkere Berücksichtigung in der Stadtentwicklung, vor allem der Universitätsstädte. Fachkräfte werden händeringend gesucht. Dann müssen wir auch von Anfang an dafür sorgen, dass der Studienstandort Deutschland attraktiv bleibt, damit wir nicht im europäischen Vergleich das Nachsehen haben.“

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